Liblar: Durchforstung in der Ville – Wege am See im November zeitweise gesperrt
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Vor OrtDienstag, 03. November 2026Quelle: Stadt Erftstadt

Liblar: Durchforstung in der Ville – Wege am See im November zeitweise gesperrt

Stand: 3. November 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden

Rund um den Liblarer See wird im November gefällt – Wege sind zeitweise gesperrt.

Die Details

  • ›Gefällt wird im November rund um den Liblarer See, am Radweg und an der Luxemburger Straße
  • ›Entnommen werden vor allem dünnere Bäume und alte, von innen faule Pappeln
  • ›Wo gesperrt wird, gibt es meist ausgeschilderte Umgehungen – Sperrungen nicht ignorieren

Rund um den Liblarer See wird in diesen Wochen Holz gemacht. Forstwirte durchforsten die Wälder in der Ville, im November fallen die Bäume unmittelbar am See. Spaziergänger und Radfahrer müssen mit Wegsperrungen rechnen.

Was in der Ville passiert

Zuständig ist Förster Frank Mayer vom Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Er betreut den Forstbetriebsbezirk Ville-Seen. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Ein Ziel ist, die Bestände zu stabilisieren: Dünnere Bäume werden entnommen, damit die kräftigen mit größerer und vitalerer Krone mehr Licht, Wasser und Platz bekommen.

Zum anderen nutzt der Forst die Gelegenheit für einen Aufräumschnitt. Viele Pappeln der ersten Generation stehen noch in der Ville. Diese Bäume haben für ihre kurzlebige Art ein beträchtliches Alter erreicht und faulen von innen heraus. Immer wieder fallen sie auf die Wege.

Wo gesperrt wird

Begonnen wurde zwischen dem Radweg und der Luxemburger Straße. Dort ist es normalerweise sehr nass, sodass man nur selten richtig arbeiten kann. Weil der Boden in diesem Jahr aber auch tiefgründig trocken ist, nutzt der Forst das kurze Zeitfenster. Im Oktober haben sich die Trupps über den Franziskussee bis nach Brühl-Heide vorgearbeitet.

Im November folgen die Fällarbeiten rund um den Liblarer See. Betroffen sind die Wege am Ufer, der Radweg und der Bereich entlang der Luxemburger Straße. Wo gesperrt wird, gibt es meist ausgeschilderte Umgehungen.

BereichZeitraum
zwischen Radweg und Luxemburger Straßeseit Anfang Oktober
Franziskussee bis Brühl-HeideOktober
rund um den Liblarer SeeNovember

Warum die Absperrungen ernst sind

Frank Mayer warnt deutlich: Wer Sperrungen ignoriert, bringt sich in Lebensgefahr. Auf den Flächen arbeiten schwere Maschinen, Bäume werden gefällt und bewegt. Ein Stamm, der ins Rollen kommt, oder eine Kronenpartie, die beim Fällen zur Seite kippt, lässt sich nicht bremsen.

Für Erholungssuchende heißt das: Umwege einplanen, Absperrbänder respektieren, Kinder und Hunde im Blick behalten. Die Arbeiten dienen am Ende auch der Sicherheit der Besucher. Die Pappeln, die jetzt weichen, wären sonst irgendwann von selbst auf den Weg gefallen.

Keine Abholzung, sondern Pflege

Eine Durchforstung ist keine Kahlschlagmaßnahme. Es wird nicht alles genommen, sondern gezielt ausgedünnt. Was bleibt, wächst besser: Die verbleibenden Bäume bilden größere Kronen, der Wald wird lichter und belastbarer gegen Sturm und Trockenheit. Die entnommenen Stämme werden als Holz verwertet.

Der Liblarer See liegt in der Ville-Seenplatte, dem ehemaligen Braunkohlenrevier westlich von Köln. Aus den Tagebauen und Absinkweihern ist in Jahrzehnten eine Seenlandschaft geworden, die heute als Naherholungsgebiet dient. Entsprechend viele Menschen sind hier an trockenen Herbsttagen unterwegs, zu Fuß und mit dem Rad.

Wer in den kommenden Wochen eine Runde um den See plant, sollte etwas mehr Zeit einplanen und auf die Beschilderung vor Ort achten. Die Arbeiten sind zeitlich begrenzt. Sind sie abgeschlossen, sind die Wege wieder frei – und sicherer als vorher.

Quellen: Stadt Erftstadt, Mitteilung „Die Ville wird durchforstet“ vom 22. Oktober 2026, www.erftstadt.de/aktuelles/news/die-ville-wird-durchforstet.php. Stand: 3. November 2026.

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