VW plant 100.000 Stellen zu streichen — was das für Zulieferer im Rhein-Erft-Kreis bedeutet
WirtschaftSonntag, 28. Juni 2026Quelle: Tagesschau / NDR

VW plant 100.000 Stellen zu streichen — was das für Zulieferer im Rhein-Erft-Kreis bedeutet

Stand: 28. Juni 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden

VW will bis zu 100.000 Stellen weltweit streichen — Rhein-Erft-Zulieferer können direkt betroffen sein.

Die Details

  • ›Bis zu 100.000 Stellen weltweit geplant — doppelt so viel wie bisher bekannt
  • ›Vier Werke auf der Kippe: Hannover, Zwickau, Emden, Neckarsulm
  • ›Aufsichtsrat berät am 9. Juli — Entscheidung noch offen

Volkswagen plant nach einem Medienbericht vom 26. Juni einen Stellenabbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen weltweit — deutlich mehr als die bisher kommunizierten 50.000 Stellen. VW-Chef Oliver Blume hat dem Vorstand ein neues Zielbild 2030 vorgestellt. Vier Werke stehen auf der Kippe: Hannover, Zwickau, Emden und der Audi-Standort Neckarsulm. Der Aufsichtsrat berät am 9. Juli über die Pläne.

Für den Rhein-Erft-Kreis ist das keine abstrakte Nachricht. In der Region sitzen mehrere Automobilzulieferer, die direkt von VW-Aufträgen abhängen. Sinken die Stückzahlen bei VW, sinken die Bestellungen — mit direkten Folgen für Arbeitsplätze vor Ort.

Automobilexperte Stefan Bratzel ordnet die Lage ein: "Die Größenordnung ist nicht unrealistisch." Der deutsche Markt sei der kritischste. Überkapazitäten seien seit Langem bekannt. VW selbst kommentiert keine internen Unterlagen, bestätigt aber: "Die gesamte Automobilindustrie durchläuft eine tiefgreifende Transformation."

Der Aufsichtsrat, in dem Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen gemeinsam die Mehrheit halten, könnte die schärfsten Pläne noch abmildern. Wie es genau weitergeht, entscheidet sich am 9. Juli.

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