Ortsteil-Porträt Konradsheim: Cunresheim und eine Siedlung aus der Jungsteinzeit
Konradsheim trägt einen fränkischen Namen — doch unter dem Dorf liegt eine Sensation: 1994 fanden Archäologen bandkeramische Siedlungsspuren aus der Zeit um 5.500 v. Chr. Wer in Konradsheim wohnt, wohnt über einer der ältesten bekannten Siedlungen der Region.
Cunresheim — eine Deutzer Handschrift (1155)
Konradsheim wird 1155 in der Handschrift des Benediktinerklosters Deutz als „Cunresheim" genannt — eine fränkische Gründung, die Siedlung eines Kunrad oder Konrad. Heute wird Konradsheim zusammen mit Lechenich geführt; die Einwohnerzahlen werden gemeinsam bilanziert.
Bandkeramiker vor 7.500 Jahren
1994 entdeckten Archäologen bandkeramische Siedlungsspuren aus der Zeit um 5.500 v. Chr. — die ältesten menschlichen Spuren, die man in einem Erftstädter Ortsteil nachgewiesen hat. Die ersten Bauern der Jungsteinzeit rodeten hier Wald, bauten Getreide an und legten Häuser an. Konradsheim ist älter als die Geschichte.
Konradsheim heute
Konradsheim ist mit Lechenich verbunden — ein Ortsteil, dessen Namen einen fränkischen Siedler bewahrt und dessen Boden eine 7.500 Jahre alte Siedlung birgt. Ein kleiner Ort mit der tiefsten Vorgeschichte der Stadt.
Quellen: Wikipedia (Konradsheim), ErftstadtWiki, Wikimedia Commons (Erftstadt Konradsheim, Achim Raschka).

