Gestank bleibt Thema: Erftstadt, Brühl und Hürth erhöhen Druck auf Bezirksregierung
Stand: 2. August 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden
Die Städte Brühl, Hürth und Erftstadt erhöhen den Druck auf die Bezirksregierung Köln. Grund: Die Geruchsbelästigung in der Region hält an, und die Behörden sehen bisher keine rechtliche Grundlage für weitere Maßnahmen. Die drei Bürgermeister Marc Prokop (Brühl), Dirk Breuer (Hürth) und Carolin Weitzel (Erftstadt) hatten die zuständigen Behörden aufgefordert, die Ursachen zu klären und wirksame Maßnahmen zu ergreifen.
Was sagt die Bezirksregierung?
Bei den überprüften Betrieben wurden keine geruchsrelevanten Abweichungen vom genehmigten Betrieb festgestellt. Die Behörde sieht deshalb aktuell keine rechtliche Grundlage für weitere Anordnungen. Das reicht den drei Städten nicht — vor allem, weil die Beschwerden aus der Bevölkerung weiter anhalten.
Wie wird gemessen?
Prüfer gehen festgelegte Routen mit fixen Prüfpunkten ab. 13 Mal zu unterschiedlichen Zeiten atmen die Prüfer alle 10 Sekunden die Gerüche ein und notieren diese in einer dafür programmierten App. Die Methode ist aufwendig, liefert aber nur Momentaufnahmen. Die Bürgerinnen und Bürger sind eine wichtige zusätzliche Informationsquelle.
Was können Betroffene tun?
Die Städte bitten Betroffene weiterhin, Geruchsbelästigungen zu melden. Diese Hinweise sind eine wichtige Grundlage für die Überwachung. Eine Bürgerinitiative mit dem Namen 'Uns stinkt's' fordert ebenfalls Aufklärung und hat eine Online-Petition gestartet. Nach einer 'Gestankpause' von wenigen Monaten geht es seit Juni 2026 wieder mit ekelerregenden Gerüchen weiter.
KI-Ranger an drei Seen
Eine andere Neuigkeit aus der Region: Am Otto-Maigler-See in Hürth, am Heider Bergsee in Brühl und am Bleibtreusee testet der Naturpark Rheinland einen neuen KI-Chatbot. Der digitale Naturpark-Ranger informiert über Regeln vor Ort — zuerst an den drei Badeseen.

