Geruchsbelästigung in Erftstadt: Kreis findet mögliche Ursache bei Lechenich
Stand: 10. August 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden
Konkreter lokaler Bezug: mögliche Geruchsquelle nahe Erftstadt-Lechenich und anhaltende Beschwerden im südlichen Rhein-Erft-Kreis.
Die Details
- ›Rund 2.000 Kubikmeter verfaulende landwirtschaftliche Erzeugnisse wurden nahe Erftstadt-Lechenich gefunden.
- ›Der Rhein-Erft-Kreis bewertet den Fund als mögliche, aber nicht als alleinige Geruchsquelle.
- ›Die Beseitigung ist wegen eines laufenden Insolvenzverfahrens erschwert.
- ›Geruchswahrnehmungen sollen mit Ort, Uhrzeit, Dauer und Art des Geruchs gemeldet werden.
Seit Wochen melden Menschen aus Erftstadt, Hürth und Brühl unangenehme Gerüche. Nun hat der Rhein-Erft-Kreis nahe Erftstadt-Lechenich eine mögliche Ursache gefunden: Auf dem Gelände eines Betriebs lagerten rund 2.000 Kubikmeter verfaulende landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Stoffe sollen beseitigt werden. Einfach ist das nach Angaben des Kreises jedoch nicht, weil gegen den Betrieb ein Insolvenzverfahren läuft.
Eine Quelle, aber nicht die ganze Erklärung
Der Fund erklärt nach Einschätzung des Kreises nicht sämtliche Beschwerden. Vor allem aus Hürth und Brühl gingen Meldungen aus unterschiedlichen Zeiträumen und Stadtteilen ein. Das spricht dafür, dass nicht zwingend ein einziger Verursacher hinter allen Geruchswahrnehmungen steckt. Möglich sind mehrere Quellen, die je nach Windrichtung, Wetterlage und Tageszeit unterschiedlich auffallen.
Für Erftstadt ist der Fund trotzdem ein wichtiger Anhaltspunkt. Die betroffene Menge ist groß, und verrottende landwirtschaftliche Erzeugnisse können deutliche Gerüche entwickeln. Ob und in welchem Umfang die Ablagerung die Beschwerden in den einzelnen Stadtteilen verursacht hat, lässt sich daraus allein aber noch nicht ableiten. Der Kreis sucht deshalb weiter nach möglichen Zusammenhängen.
Warum genaue Meldungen helfen
Wer erneut einen ungewöhnlichen Geruch feststellt, sollte die Beobachtung möglichst zeitnah und genau melden. Wichtig sind der genaue Ort, die Uhrzeit, die Dauer und eine möglichst sachliche Beschreibung: etwa ob der Geruch faulig, chemisch, schwefelig oder nach verbranntem Material riecht. Auch Angaben zur Windrichtung können bei der Suche helfen. Die Städte Hürth und Brühl verweisen dafür auf ihre jeweiligen Online-Formulare.
Solche Meldungen ersetzen keine Messung und beweisen zunächst keine Ursache. Sie helfen den Behörden aber, Beschwerden räumlich und zeitlich zu vergleichen. Wenn viele Hinweise zum selben Zeitraum aus verschiedenen Orten eingehen, kann das die weitere Suche nach einer Quelle erleichtern.
Was jetzt passiert
Die entdeckten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sollen entfernt werden. Wegen des Insolvenzverfahrens müssen dabei zunächst Zuständigkeiten, Finanzierung und die praktische Beseitigung geklärt werden. Parallel prüft der Kreis, ob weitere Geruchsquellen infrage kommen. Für die Bevölkerung bedeutet das: Der Fund bei Lechenich ist ein konkreter Ermittlungsansatz, aber noch keine abschließende Erklärung für den Gestank im südlichen Rhein-Erft-Kreis.
Stand: 10. August 2026. Grundlage dieses Artikels sind die aktuelle Meldung von Radio Erft und die darin wiedergegebenen Angaben des Rhein-Erft-Kreises.



