DFB stellt die Weichen: Klopp und Mertesacker übernehmen Verantwortung
Stand: 16. August 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden
Nach dem WM-Aus ordnet der DFB seine sportliche Führung neu und setzt auf Jürgen Klopp und Per Mertesacker.
Die Details
- ›Jürgen Klopp ist seit dem 15. August 2026 Bundestrainer.
- ›Per Mertesacker übernimmt zum 1. Januar 2027 die Geschäftsführung Sport.
- ›Der Vertrag mit Klopp läuft bis 2030.
Der Deutsche Fußball-Bund beginnt nach dem enttäuschenden WM-Aus den angekündigten Neustart. Jürgen Klopp ist seit dem 15. August Bundestrainer. Per Mertesacker soll ab dem 1. Januar 2027 als Geschäftsführer Sport hinzukommen. Beide Personalien stehen für einen Versuch, die Nationalmannschaft sportlich und organisatorisch neu auszurichten.
Klopp übernimmt nach der Weltmeisterschaft
Klopp folgt auf Julian Nagelsmann, dessen Zeit beim DFB nach dem Ausscheiden beendet ist. Der neue Bundestrainer unterschrieb nach den vorliegenden Angaben einen Vertrag bis 2030. Seine erste Aufgabe besteht nicht darin, mit großen Versprechen sofort Euphorie zu erzeugen. Er muss eine Mannschaft stabilisieren, die bei der Weltmeisterschaft früh ausgeschieden ist und dabei spielerisch wie mental Fragen offenließ.
Der 59-Jährige bringt Erfahrung aus Bundesliga, Champions League und internationalem Vereinsfußball mit. Beim DFB geht es nun um eine andere Art von Führung. Ein Nationaltrainer arbeitet nur wenige Wochen im Jahr mit seinem Kader. Deshalb zählen klare Rollen, gute Kommunikation und ein gemeinsamer Plan besonders stark. Klopp muss Spieler aus verschiedenen Vereinen zu einer Mannschaft formen, ohne ihnen den Alltag im Club abzunehmen.
Mertesacker soll die Sportstruktur stärken
Per Mertesacker übernimmt zum Jahresbeginn die Geschäftsführung Sport. Andreas Rettig bleibt bis dahin im Amt. Mertesacker war Weltmeister von 2014 und arbeitet derzeit unter anderem als Leiter der Jugendakademie des FC Arsenal. Seine Aufgabe reicht über die A-Nationalmannschaft hinaus. Er soll die sportliche Linie des Verbandes langfristig mitprägen und die Verbindung zwischen Nachwuchs, Leistungszentren und Männer-Nationalteam verbessern.
Das ist wichtig, weil ein Turniererfolg allein keine Struktur ersetzt. Der DFB braucht eine nachvollziehbare Ausbildung, verlässliche Übergänge und eine Auswahl, die sich regelmäßig weiterentwickelt. Gerade nach einem frühen WM-Aus wird sichtbar, ob ein Verband nur auf Einzelspieler reagiert oder ein System besitzt.
Der Neustart muss sich im Alltag beweisen
Klopp und Mertesacker sind bekannte Namen. Sie lösen die Probleme des deutschen Fußballs aber nicht automatisch. Entscheidend wird sein, wie schnell die neue Führung eine Spielidee vermittelt, junge Spieler einbindet und aus Kritik konkrete Veränderungen ableitet. Die nächsten Länderspiele werden deshalb weniger als Schaufenster dienen, sondern als erste Prüfung für den Neustart.
Für Fans in Erftstadt und anderswo bleibt die Nationalmannschaft ein gemeinsamer Bezugspunkt. Vertrauen entsteht diesmal nicht durch Ankündigungen, sondern durch sichtbare Arbeit: auf dem Platz, in der Ausbildung und in der Führung des Verbandes.

