Deko-Kette Depot schließt weitere 66 Filialen
Stand: 30. Juni 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden
Depot schließt 66 weitere Filialen — der stationäre Einzelhandel verliert erneut Boden.
Die Details
- ›66 weitere Depot-Filialen schließen im laufenden Insolvenzverfahren
- ›Standorte in Berlin, Hamburg, Braunschweig, Stuttgart und Erfurt betroffen
- ›Gutschein-Inhaber sollten schnell einlösen
Schlechte Nachrichten für den deutschen Einzelhandel: Die Deko-Kette Depot schließt im laufenden Insolvenzverfahren weitere 66 Filialen in ganz Deutschland. Betroffen sind Standorte in Berlin, Hamburg, Braunschweig, Stuttgart und Erfurt — aber auch im Rheinland könnten Filialen betroffen sein.
Depot hatte bereits 2024 Insolvenz in Eigenregie angemeldet. Das Unternehmen kämpft mit rückläufigen Umsätzen, hohen Mieten und dem Onlinehandel der klassischen Deko-Artikel immer günstiger anbietet. Die Schließungen sind Teil eines Sanierungsplans der das Unternehmen langfristig stabilisieren soll — allerdings auf deutlich kleinerem Niveau.
Für den stationären Einzelhandel ist es ein weiterer Rückschlag: Erst im Frühjahr hatten mehrere andere Handelsketten Insolvenzen oder Filialschließungen angekündigt. Die Innenstädte leiden unter zunehmendem Leerstand.
Im Rhein-Erft-Kreis spüren Händler den Strukturwandel besonders. Erftstadt, Brühl und Bergheim versuchen mit Stadtmarketingkonzepten gegenzusteuern — doch gegen den Onlinehandel ist es schwer anzukämpfen. Für Verbraucher gilt: Wer Depot-Gutscheine besitzt, sollte diese zeitnah einlösen.
