Vor OrtQuelle: Redaktion bedburg.today

Alt-Kaster in Bedburg: Rundgang, Parken, Wandern und Märkte

Stand: 2. Oktober 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden

Alt-Kaster ist der mittelalterliche Ortskern von Bedburg-Kaster: ein ummauertes Städtchen mit zwei Stadttoren, Burgruine und Fachwerk, das sich gut in ein bis zwei Stunden erkunden und mit einer Wanderung zum Kasterer See verbinden lässt. Hier steht, was Sie vor dem Besuch wissen sollten – vom Parkplatz über die Sehenswürdigkeiten bis zu den Märkten.

Alt-Kaster in Kürze

ThemaInfo
LageBedburg-Kaster, an der Erft, direkt neben dem Kasterer See
Stadtrechtals Stadt erstmals 1339 erwähnt
ParkenParkplatz Hauptstraße 81, 50181 Bedburg
DauerRundgang ca. 1 Stunde, mit Kasterer See 2–3 Stunden
Führungenu. a. Kostümführungen, Kontakt über die Stadt Bedburg
MärkteRicarda-Markt (1. Juliwochenende), Nikolausmarkt (1. Adventswochenende)

Geschichte: Kleine Stadt mit großer Mauer

Kaster wird laut Stadt Bedburg 1339 erstmals als Stadt erwähnt. Prägend war die Burg der Grafen von Jülich: Sie wurde 1278 wieder aufgebaut und 1648, gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges, zerstört. Seit 1993 wird die Ruine gesichert und restauriert. Anders als viele Orte der Region hat Alt-Kaster sein geschlossenes mittelalterliches Ortsbild weitgehend bewahrt.

Sehenswürdigkeiten beim Rundgang

  • St.-Agatha-Tor (Hauptstraße): viereckiger Torturm mit Kern aus dem 14. Jahrhundert, nach Kriegsschäden 1950 wiederhergestellt.
  • Erfttor (Hauptstraße): ebenfalls 14. Jahrhundert, Mitte des 16. Jahrhunderts erneuert, 1950 instandgesetzt.
  • Stadtmauer mit Rundtürmen: Kern aus dem 14. Jahrhundert.
  • Eulenturm (Eulengasse): runder Backsteinturm mit mittelalterlichem Kern.
  • Burgruine: ehemaliges Schloss der Grafen von Jülich – beliebtes Fotomotiv.
  • Pfarrkirche St. Georg (Kirchstraße): Turm von 1551, Kirchenschiff 1785 neu gebaut.
  • Kellnerei (Kirchstraße 37), die frühere Vorburg, und die Alte Vikarie (Vikariestraße 14) aus dem 17. Jahrhundert.
  • Bürgerhäuser mit Datierungen von 1668, 1686 und 1696 sowie ein Grabkreuz von 1677 auf dem Friedhof.

Wandern: Kasterer See und Werwolf-Wanderweg

Direkt an Alt-Kaster grenzt der Kasterer See. Er entstand im ehemaligen Tagebau Frimmersdorf, wurde 1984 fertiggestellt und ist laut Stadt bis zu 1.000 Meter lang und 125 Meter breit; gespeist wird er von der Mühlenerft. Daneben liegt die etwa 8 Hektar große, aufgeforstete Kasterer Höhe.

Hier verläuft auch der erste Abschnitt des Werwolf-Wanderwegs, der an die Geschichte des Peter Stump erinnert, der 1589 als „Werwolf von Bedburg“ hingerichtet wurde. Die Teilrunde „Das Unwesen des Werwolfs“ führt laut Stadt auf rund 5 Kilometern (etwa eine Stunde) über Wolfgangstieg, Kasterer Höhe und Kasterer See zur Epprather Brücke über die Erft. Wer weitergeht, erreicht auf der zweiten Runde Rathaus und Schloss Bedburg – insgesamt etwa 10 Kilometer. Die Wege sind überwiegend flach; einzelne Waldpassagen haben Stufen und sind mit Kinderwagen nur eingeschränkt nutzbar.

Märkte und Veranstaltungen

  • Nikolausmarkt: traditionell am ersten Adventswochenende in Häusern und Höfen der Altstadt; 2026 am 28. und 29. November.
  • Ricarda-Markt: findet traditionell am ersten Juliwochenende statt, laut Stadt mit über 100 Kunsthandwerkern und Straußwirtschaften in den Innenhöfen.

Beide Märkte organisiert der Arbeitskreis Altstadt Kaster e.V., der sich seit 1981 um Erhalt und Belebung der Altstadt kümmert.

Praktische Tipps

  • Führungen: Die Stadt Bedburg nennt mehrere Stadtführer, darunter Kostümführungen über den Arbeitskreis Altstadt Kaster; die Kontaktdaten stehen auf der Alt-Kaster-Seite der Stadt.
  • Einkehr: In der Altstadt gibt es Café- und Gastronomieangebote; Öffnungszeiten vorab beim jeweiligen Betrieb prüfen.

Quellen: Stadt Bedburg (Alt-Kaster, Naherholungsgebiet Kasterer See, Auf den Spuren des Werwolfs von Epprath), Arbeitskreis Altstadt Kaster e.V. (altkaster.de). Stand: Oktober 2026.

Artikel teilen